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Multisysteme in den Griff bekommen!

Digitalisierung heißt, Systeme so zu vernetzen, dass ein effizientes Multisystem entsteht. Mit klaren digitalen Ziele lässt sich Komplexität reduzieren. >von RVS

Digitalisierung bedeutet weder, eine Webseite aufzusetzen, noch einen E-Shop zu betreiben. Digitalisierung bedeutet vielmehr technische Vernetzung – sowohl im Unternehmen als auch mit Kunden und Kooperationspartnern. Die Herausforderung: Solch ein digitales Netz kann sehr komplex werden.

Ein Beispiel: Der 3D-Artist und der Fotograf pflegen ihre Daten in einem Media-Asset-Management-System und der Produktmanager die seinen in einem Produktinformationsmanagement-System. Neben einem Webshop gibt es einen direkten Bestellkanal zu Großkunden: Diese Transaktionen wollen in das Buchhaltungssystem und zusätzlich mit den Kundeninformationen in ein Customer-Relationship-Management-System importiert werden. Die Daten müssen außerdem zurück an Versand, Lager und Produktion. Einige System sind vielleicht Standardsoftware, einige für die individuellen Kundenbedürfnisse entwickelt oder angepasst.

Solche Multisysteme können im Betrieb eine große Herausforderung sein – bei abilex beschäftigen wir uns in vielen Digitalisierungsprojekten damit.

Ein Testfall aus dem Arbeitsleben

Derzeit betreue ich beispielsweise mit Kollegen ein Teilsystem in einem komplexen Multisystem. Neu hinzugekommen war kürzlich eine Schnittstelle zu einem Kontrollsystem, das nach jeder Änderung überprüft, ob die verarbeiteten Daten korrekt sind. Die Schnittstelle zum neuen System war bereits ausgiebig getestet. Als wir jedoch unsere Testdaten an ein bestehendes Folgesystem weiterleiten wollten, kam die Überraschung: Die Daten, die Augenblicke vorher noch als gültig markiert waren, wurden nur mit Warnungen und Änderungen übernommen.

Das Beispiel zeigt: Die Komplexität eines Multisystems steigt nicht nur durch die Anzahl der Subsysteme, sondern auch durch die Anzahl der Kommunikationswege. Wer kann mit wem reden? Aber auch: Wer darf das wann und zu welchem Zeitpunkt? Wer hat wann die aktuellen und korrekten Informationen? Zudem laufen die Systeme oftmals mit unterschiedlichen Technologien auf unterschiedlicher Hardware. Als organisatorische Herausforderung kommt bei vielen Unternehmen dazu, dass die einzelnen Systeme von unterschiedlichen Fachabteilungen im Unternehmen betreut werden.

Eine digitale Vision reduziert Komplexität

Solche gewachsenen Systeme lassen sich durchaus betreuen und warten. Denn es geht nicht nur darum, manuelle Prozesse durch digitale Systeme zu ersetzen, sondern diese intelligent zu vernetzen. Das Wichtige ist dabei, dass die Unternehmen die Digitalisierung als Bestandteil eines Prozesses sehen. Wer eine digitale Vision hat, kann seinen Weg festlegen und seine Mittel planen – und die Komplexität im Griff halten.

 

Autor: Reimund v. S. (RVS)

2018-05-24T13:49:15+00:00 Digitale Transformation|